408 Follower
14 Ich folge
storyworlds

Storyworlds

Ich lese gerade

Can't and Won't: Stories
Lydia Davis
The Sculptor
Scott McCloud
The Opposite of Loneliness: Essays and Stories
Marina Keegan
Anleitung zum Gehen
Alida Bremer, Edo Popović
Snake Dance: Journeys Beneath a Nuclear Sky
Patrick Marnham
Der Fuchs und Dr. Shimamura
Christine Wunnicke
Der Schwimmer
Zsuzsa Bánk
Not That Kind of Girl: A Young Woman Tells You What She's "Learned"
Lena Dunham
Unspeakable Things: Sex, Lies and Revolution
Laurie Penny
Made to Stick: Why Some Ideas Survive and Others Die
Dan Heath, Chip Heath

Gerard Donovan: Winter in Maine

Winter in Maine - Gerard Donovan, Thomas Gunkel

 

"Wer sehr lange lebt, verliert doch nur dasselbe wie jemand, der jung stirbt. Denn nur das Jetzt ist es, dessen man beraubt werden kann, weil man nur dieses besitzt.'
 
Dieses Marc Aurel Zitat ist dem in der vorliegenden Sonderausgabe kleinen Buch vorangestellt. Überschlägt man es erst, beschäftigt es einen nach der Lektüre des ganz und gar nicht kleinen Buchs, umso mehr.
 
Julius Winsome lebt einsam in einer Hütte in den Wäldern Maines, der nächste Ort, Fort Kent, einige Meilen entfernt. Ende Oktober, Anfang November, zur Handlungszeit der Geschichte, bereitet man sich hier auf den Winter vor. Deckt die Holzscheite zu, damit sie nicht vom ersten Schnee überrascht und feucht werden, repariert nochmals alle Stellen am Haus, durch die Wind und Schnee eindringen könnten und kommentiert Hobbes, dem aus dem Tierheim geretteten Pitbullterrier wie ungewöhnlich nah der letzte Schuss klang... Mit dem Winter betritt und der Trauer schleicht sich noch ein anderes Gefühl in seine Hütte und Julius agiert urplötzlich und völlig nachvollziehbar in einem Rachedrama mit Shakespeare-Anklängen. Wie diese Geschichte eskaliert ist absolut verstörend.
 
 
 
Gerard Donovan: Winter in Maine. Aus dem Englischen von Thomas Gunkel. Einmalige Sonderausgabe München, 2014.